TRP-DH-MP-#1 AAR

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TRP-DH-MP-#1 AAR

Beitragvon Kane » Samstag 5. März 2011, 14:00

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich übergebe mich .. ääh das Wort an Kane, seines Zeichens oberster Koordinator des britischen Imperiums ohne Adelstitel oder demokratische Legitimation:

"Kane betritt das Podium"
Liebes Wahlvieh,
schwächliche Demokraten,
verweichlichte Sesselpupser,

Ich weiß nicht, ob es diesem hohen Hause hier bereits aufgefallen ist, aber das deutsche Reich unter seinem selbsternannten "Führer" hat in den letzten Monaten seiner bisher schon aggressiven Aussenpolitik eine militärische Note hinzugefügt.
Das allseits als wehrhaft betrachtete polnischen Staatswesen musste nach kurzem Waffengang innerhalb von 17 Tagen die Waffen strecken, italienische Marinebomber waren so dreist, den Haupthafen unserer Flotte in Scapa Flow anzugreifen und dabei zwei unserer Flugzeugträger zu versenken.
Ist irgendjemand hier auch nur annähernd klar, was da gerade passiert ?
Ja, meine Damen, es handelt sich um KRIEG ! Um einen dreckigen, blutigen, verlustreichen KRIEG !
Was wir jahrhundertelang unter dem Deckmantel des Kolonialismus weltweit getrieben haben, macht das deutsche Reich jetzt in Europa. Es ist verfrüht, darin einen Denkzettel für unsere eigene Politik zu sehen, aber es scheint, als müssten wir jetzt auch offiziell zu den selben Massnahmen greifen wie unsere totalitären Feinde auf dem Festland.
Infolgedessen habe ich folgenden Maßnahmenkatalog vorbereitet:
1. Rationierung des Alkoholausschanks an die kämpfende Truppe. Das Oberkommando und Dienstgrade oberhalb des Brigadegenerals sowie sämtliche Offiziere im Generalsstabsdienst sind davon ausdrücklich ausgenommen.
2. Massiver Ausbau des Truppenbetreuungsdienstes durch Dienstverpflichtung sämtlicher lediger Damen zwischen 21 und 48. Vorrang bei der Betreuung haben höhere Offiziere ( siehe Punkt 1 ).
3. Maximal erlaubte Wassertemperatur für Zwecke der körperlichen Reinigung zur Bekämpfung des sogenannten "Warmduschersyndroms" ist ab sofort 28 Grad. Ausnahmen siehe Punkt 1
4. Zur Steigerung der Produktivität wir die Länge des Tages generell auf 30 Stunden angehoben.

Mir ist klar, daß einige der Punkte zu gewissen Einschränkungen der Lebensqualität führen können, aber schliesslich befinden wir uns im KRIEG !
Um die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen zu verdeutlichen, möchte ich darauf hinweisen, daß es mittlerweile gelungen ist, die Italiener in Nordafrika zum stehen zu bringen. Aus sicheren Quellen ist uns bekannt, daß auch das mit uns verbündete Frankreich nach Inkrafttreten dieser Maßnahmen einen ersten Abwehrerfolg in der Schweiz verbuchen konnte.

Ich denke, meine Herren ( und vor allem Damen ), daß Ihnen allen klar ist, daß es mit dem demokratischen Lotterleben jetzt vorbei sein muß.
In Anlehnung an eine seit 1933 im deutschen Reich kursierende Redensart bleibt mir nur noch zu sagen:
EIN Imperium,
VIELE Völker,
EIN Koordinator.
Zur sofortigen Umsetzung der obigen Massnahmen:
die hübsche Blondine in der dritten Reihe meldet sich in angemessener Bekleidung gegen 18 Uhr in meinem Büro ( Kiste kaltes Bier ist mitzubringen ) ,
die Brünette in der siebten Reihe rechts aussen gegen 20 Uhr ( Kleidung wie oben, aber ohne Bier ),
die dunkelhaarige hinten an der Tür um 23 Uhr ...


Soweit, geneigte Leser und Leserinnen, die erste Ansprache unseres hochverehrten und geliebten Koordinators Kane.
Möge die allumfassende Weisheit seine Schritte lenken.
Gute Nacht.
Kane
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Re: TRP-DH-MP-#1 AAR

Beitragvon Lord Rommel » Samstag 5. März 2011, 19:22

Korrektur des englischen Humors zur historisch Korrekten Verarbeitung des vergangenen MP-Tages:

Kapitel I:
Die dunkle Bedrohung:

Tagebucheintrag vom
28. August 1939:
Heute meldet mir das HQ der Heeresgruppe Nord (Gen. Von Bock) sowie das HQ der Heeresgruppe Süd (Gen. von Rundstedt), dass der Aufmarsch gemäß Weisung Fall Weiß vollständig abgeschlossen sei. 2 dt. Heeresgruppen mit 8 dt. Armeen stehen entlang der polnisch, dt. Grenze und warten auf die Auslösung von Fall Weiß.
Der Westwall dagegen ist mit der Heeresgruppe C unter Gen. von Leeb sowie 3 dt. Armeen gesichert.

1. September 1939:
Es ist ein kühler und diesiger Morgen. Von überall ertönt das Donnern der Artillerie. Ketten rasseln auf den Straßen und Stund um Stunde ziehen neue Wellen deutscher und italienischer Bomberverbände Richtung Warschau. Es laufen minütlich neue Berichte ein.
Die 2. Kavallerie-Division (preußisch Nr. 2) erreicht Danzig innerhalb weniger Stunden.
Das XIX. PzKorps (Guderian) schlägt die ersten polnischen Truppen im Korridor und stößt auf Torun vor. Auch die 8. und die 10. Armee stoßen auf Krakau und Richtung Warschau vor.
Es läuft alles wie geschmiert, auch wenn die polnischen Truppen verzweifelten Widerstand leisten. Die Verluste sind wenn überhaupt als leicht zu bezeichnen. Die Panzergruppe der Hrg. Süd meldet nur 20 verlorene Kampfwagen für den 1. Tage. Nicht schlecht, oder?

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2. September 1939:
Sonderbericht. Das Radio erschallt, die ersten Takte der Wacht am Rhein kündigen eine Sondermeldung an. Gebannt lauschen wir: „Im Verlaufe des gestrigen Tages sowie der heutigen frühen Morgenstunden haben italienische Bomberverbände die britische Homefleet in ihrem Heimathafen Scapa Flow angegriffen und bombardiert. Die Operation, angeführt vom ital. Marschall Italo Balbo, kann als totaler Erfolg gewertet werden. Der italienischen Bomberwaffe gelang innerhalb weniger Stunden die Versenkung zweiter britischer Träger sowie zweier Zerstörer. Ein dritter Träger wurde torpediert. Sein Sinken konnten nicht mehr bestätigt werden. In anschließenden Gefechten mit dem Royal Fighter Command konnten die
ital. Marinebomber eine Anzahl feindlicher Jagdmaschinen abschießen. Die eignen Verluste werden als vertretbar bezeichnet. Dieser Angriff auf den Stolz der britischen Marine wird als Höllenritt von Scapa in die Geschichte eingehen! Der Führer verlieh den italienischen Kommandeuren als Zeichen der Anerkennung das Ritterkreuz. Es folgen weitere Sondermeldungen…“. Jubel und Freude! Englands maritimer Stolz ist in seinen Grundfesten erschüttert worden. Gespannt warten wir auf englische Vergeltungsschläge.“

3. September 1939:
Nun geht es Schlag auf Schlag! Beginn der Operation Herkules. Die dt. Luftflotte III unter Generalfeldmarschall Kesselring hat die Bombardierung Maltas aufgenommen. In den frühen Morgenstunden erheben sich hunderte Ju 52 Transporter von den Fliegerhorsten unseren mediterranen Verbündeten. Sie bringen Students 1. Fallschirmjäger-Korps ans Ziel. Ein Schlag nach dem anderen saust auf das Empire nieder. Erst die Bombardierung des maritimen Stolzes, nun die Eroberung der britischen Perle im Mittelmeer, die Seefestung Malta. Der englische Widerstand kann als sehr kleckerhaft bezeichnet werden. Die Luftwaffe unterbindet jede Maßnahme der Verteidiger. Die Eroberung Maltas sollte sehr schnell abgeschlossen seien. Erfreulich: Italien beginnt mit seinem Aufmarsch in der Wüste. Nicht mehr lange und die „römischen Legionen“ gehen gegen die „angelsächsischen Barbaren“ vor. Ironie der Geschichte?

17. September 1939:
Sieg! Heute Morgen hat das polnische Oberkommando um die Einstellung aller Kampfhandlungen ersucht. Die gesamte polnische Wehrmacht hat ihre Waffen gestreckt. Bereits vor Tagen waren die Panzer des Generals Erwin Rommel in wilder Fahrt in Warschau einmarschiert, was kampflos genommen werden konnte. Im sich darauf abzeichnenden Kessel von Lodz wurde das Gro der polnischen Armee aufgerieben. Die Reste hatten sich verzweifelt in Richtung Lvov und Grodno zurückgezogen. Mit einer gewaltigen Parade feiern die dt. Truppen ihren siegreichen Feldzug! Als Zeichen der Ehrerbietung empfangen Feldmarschall von Bock und von Rundstedt heute ihren Marschallsstab in Warschau. Die Wehrmacht richtet sich für ihre Verwaltungsaufgaben in Warschau ein. Im Zuge des siegreichen Feldzuges werden die Gebiete östlich der Weichsel wie ausgehandelt an die Sowjetunion übertragen. Allerdings bleibt der fahle Beigeschmack, da keine russischen Truppen, wie im Vertrag vorgesehen, nach Polen eingerückt sind. Ein Vertragsbruch, den wir noch belohnt haben. Nun. Solange die Sowjetunion ihre Neutralität wart, hat das Reich mehr gewonnen als bloß einige Kilometer Land. Es gilt nun den Feind im Westen zu schlagen.
Bleistiftnotiz: Die römischen Legionen drücken bereits auf die El Alamein-Stellung in Afrika vor! Welch schneller und herrlicher Sieg sich doch dort auch in den Weiten der Kyrenaika anbahnt! Wir sind mächtig Stolz auf unsere italienischen Verbündeten!

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Tagebuchnotiz über die "kanadische Kampfmoral":
Der Feldzug der Achse zeigt bereits die ersten psychischen Folgen bei den Alliierten. Aus dem kanadischen HQ in Alexandria fing eine ital. Abhorch-Kompanie den Funkspruch auf, dass "Die Achse uns ruhig platt machen soll".
Die moralische Weste der Alliierten scheint durch die ersten Kriegswochen bereits Löcher erhalten zu haben.
Man darf gespannt sein, wann die alliierte Politik die Notbremse in ihrem sinnlosen Abwehrkrieg ziehen wird und über einen gerechten und gerechtfertigten Frieden verhandeln möchte.

14. Oktober 1939:
Unser italienischer Verbündeter hat heute nach dem fingierten Überfall schweizerischer Soldaten auf einen italienischen Radiosender Fall Piz Palü ausgerufen. Ital.-dt. Truppen beginnen mit dem Einmarsch in die Schweiz. Die Eidgenossen müssen für ihren „Taten“ bezahlen! Es kommt zu den ersten Gefechten um die Schweizer Stadt Chur. Unsere Luftwaffe ist sehr aktiv. Wir müssen feststellen, dass viele der malerischen Alpenhütten, die wir ja aus zahlreichen Postkarten kennen, in Wirklichkeit schwere Bunker sind. Es sieht fast so aus, als haben die Eidgenossen doch tatsächlich ihr Land gänzlich aus Stahlbeton gegossen!
Anmerkung: Heute Mittag ist der 1. Gebirgsjäger-Division doch wirklich ein Schweizer Armeelaster voll mit Schokolade in die Hände gefallen! Glück muss man haben. Die eisernen Rationen können dadurch bedeutend aufgewertet werden.

23. Oktober 1939:
Der Einmarsch in der Schweiz kommt trotz starker Schneefälle und klirrender Kälte gut voran. Nach hartem Ringen ist die Stadt Chur gefallen. Im Laufe des Tages kommt es zu den ersten Luftgefechten zwischen deutschen und englischen Jagdmaschinen. Beim Oberkommando heißt es dazu wie folgt: „Heute kam es über Genf zu einer schweren Luftschlacht zwischen den Jagdfliegern des Generalfeldmarschalls Heilingbrunners sowie der RAF. In einem mehrere Stunden dauerndem Gefecht konnten eine Vielzahl englischer Jagdmaschinen vom Typ Hurricane abgeschossen werden. Lediglich das dt. Jagdgeschwader 7 hat nennenswerte, wenn auch erfreulich geringe Verluste. Es zeigt sich, dass unsere Jagdwaffe der englischen selbst unter schlechten Wetterbedingungen immer noch klar überlegen ist! Es hat sich herausgestellt, dass unsere Me 109 Maschinen zuverlässig und robuste sind!“

8. November 1939:
Attentat! Heute hat man Versucht den Führer bei seiner traditionellen Ansprache im Bürgerbräukeller durch ein Sprengstoffattentat heimtückisch zu ermorden! Wie von der Vorhersehung geleitet, hat der Führer allerdings die Versammlung früher verlassen. Das hat ihm das Leben gerettet! Einige munkeln, dass Hitler deswegen früher geendet hat, um nach Berlin zu eilen. Eine „bekannte Dame des Führers“, eine Unity Mitford, haben sich versucht selber umzubringen… Es gibt doch nichts Schöneres als Verschwörungstheorien! Egal was den Führer bewegt haben mag, die Versammlung früher zu lassen, es scheint fast so als sei der Mann von der Vorhersehung für großes bestimmt und seine Zeit sei noch nicht gekommen. Ich muss aber gestehen, dass ich kein Freund des Aberglaubens bin. Wäre er drauf gegangen, dann wäre der Krieg auch so weiter gegangen…

9. Dezember 1939:
Das Wetter spielt nicht mit! Wir mussten heute schweren Herzens unseren Vormarsch in der Schweiz und in Nordafrika einstellen. Das gebirgige Gelände sowie der anhaltende massive Schneefall setzen unseren Truppen gegenüber einem erstarkenden Gegner in der Schweiz zu. Frankreich hat eine Anzahl von Reserven in die Schweiz einrücken lassen, um die Stellungen
der Eidgenossen zu verstärken. Das dt.-ital. Oberkommando hat daher beschlossen den Vormarsch im Gebirgen solange einzustellen bis die Wetterlage wieder eine adäquate Luftunterstützung zur Niederringung der Schweizer Festungen ermöglicht. Die Truppen schlagen daher erstmal ein warmes Quartier auf! Es kommt lediglich zu Duellen schwerer Fernkampfartillerie. Ansonsten schweigt die Front im Gebirge.
Aber auch in der Wüste mussten wir erstmal den Vormarsch bremsen. Unsere überdehnten Nachschubslinien sowie das unerwartet Erstarken der Engländer in der letzten Speerfestung vor dem Nildelta - der El-Alamein-Stellung – haben uns dazu veranlasst die Truppen zum Einstellen des Vormarsches zu befehlen. Auch hier kommt die Front nach hunderten Kilometer wieder zur Ruhe.
Entgegen der britischen Behauptung, dass man die Alamein-Stellung selber durch eigene starke Truppen und "Vorstöße" haben behaupten können, kann also NICHT die Rede sein. Vielmehr scheinen der Achse hier bereits erste Auflösungserscheinungen im Lage der Alliierten durch Realitätsverlust respektive Realitätsverklärung augenscheinlich zu werden.
Nach nun etwas mehr als 3 Monaten Kampf haben wir bereits zahlreiche Erfolge verbuchen können. Italien darf das Mittelmeer bereits Stolz als „Mare Nostrum“ titulieren und die dt. Wehrmacht macht sich daran alles für eine neue Offensive mit dem kommenden Frühling bereit zu machen. Rekruten werden trainiert, der Ersatz wird eingegliedert, neue Formationen aufgestellt und neue Waffen an die kämpfenden Truppen ausgegeben. Von einem nennenswerten alliierten Widerstand können wir bisher noch nicht sprechen. Es wird sich nun noch zeigen, was uns der Rest des Dezembers sowie das kommende neue Jahr noch bringen werden.
Alea iacta est im neuen bellum gallicum.
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Re: TRP-DH-MP-#1 AAR

Beitragvon Gina » Sonntag 6. März 2011, 15:55

Die Franzosen haben die ersten deutschen Panzer gesichtet! Wie wir erstaunt festgestellt haben, ist der Deutsche bereits bei der Forschungsstufe 2 angelangt!(siehe rote Zugmaschine).Sie müssen nicht mehr a la Fred Feuerstein treten (siehe hinteres Modell das wegen Ermüdung der Besatzung ausgefallen ist), sondern haben bereits die leichte Motorisierung!
Dateianhänge
Panzer.jpg
Panzer.jpg (92.24 KiB) 5620-mal betrachtet
Auf einen produzierten Panzer kommen 131000 produzierte Kuscheltiere .... aber was will ich mit 131000 Kuscheltieren?

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Re: TRP-DH-MP-#1 AAR

Beitragvon Lord Rommel » Samstag 12. März 2011, 03:14

AAR zum 10.3.2011:

Tagebucheintrag
vom 9. Dezember 1939 – Nachtrag:
Unsere Offensive in Tunesien kommt gut voran. Das Ziel den Feinden die Nutzung des Flughafens von Tunis zu untersagen, rückt immer näher. Die italienischen Truppen treffen nur auf sehr sporadischen Widerstand. Bis Neujahr sollten wir Tunis haben!

10. Januar 1940:
Das neue Jahr ist nun schon über eine Woche alt. Zu Silvester war ich am Westwall. Pünktlich um 0 Uhr schossen unsere Landser mit Leuchtkugeln und Leuchtspurgeschossen in den Himmel und tauchten den Westwall in gespenstiges Licht. Das ist Kriegssilvester an der
Front…
Am 3. Januar waren unsere dt.-ital. Truppen durch das Auslösens von Unternehmen Marita in
Jugoslawien einmarschiert. Ziel ist es die ganze Adria unter die Kontrolle der Achse zu bringen, um möglichen alliierten Einfahrten in diese Region zuvor zu kommen. Massiv durch
rumänischen Truppen des Marschalls Antonescu unterstützt stoßen unsere Verbände in diesem bergigen und unübersichtlichem Gelände aus Albanien, der Ostmark, dem Raum Venedig sowie von der ungarischen und rumänischen Südgrenze auf Belgrad vor. Es wird ein langer Feldzug werden. Das Gelände macht es den Marschkolonnen bei Schnee nicht gerade einfach, doch der deutsche aber auch der italienische und rumänische Soldat geht entschlossen voran. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Frühjahr die Küste erfolgreich besetzt haben werden.
Das neue Jahr hat uns leider aber gezeigt, dass das Mittelmeer doch noch nicht „unser“ Meer geworden ist. Anscheint hat die französische Admiralität etwas gegen die italienischen Ansprüche zur See. Vermutlich peitscht sie aber ein betrunkener und Zigarre paffender englischer Seelord aus ihren sicheren Häfen. Die italienischen Marinebomber beladen bereits ihre Maschinen, um den Gast entsprechend zu begrüßen!
In Afrika scheint es fast so, dass die ital. Division ‚Marche’ am 23. Januar in Tunis einrücken wird. Die italienische Tunesien-Armee des Feldmarschall Badoglio bereitet die Umfassung der alliierten Schutzdivisionen im Raum Bizerte vor. Unsere Luftwaffe ist sehr aktiv.

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1. Februar 1940:
ALARM! Englischen Truppen ist es gelungen die italienische Tunesien-Armee aus den Pässen nahe der Stadt Kasserine zu werfen! Starke britische Formationen gehen damit nach nun einem Monat Rückzug und Niederlage gegen die ausgezehrten italienischen Truppen vor.
Es droht die Gefahr der Abschneidung starker italienischen Verbände im Raum Tunis. Eiligst entsendet die Regia Marina Transportschiffe nach Tunis, um die dortigen Truppen über die See zu evakuieren, doch die franz. Marine ist auf Draht. In kurzem Prozess versenkt die Blockade-Flotte vor Tunis das Rettungsgeschwader. 3 ältere Transportschiffe sinken chancenlos und vor allem hilflos auf den Grund des Mittelmeeres. Italienische Marinebomber können aufgrund des anhaltenden schlechten Wetters über dem Mittelmeer nicht effektiv eingreifen. Die Blockade-Flotte bezieht anschließend Stellungen von Neapel und Taranto! Das Ziel scheint eine Isolation Italiens zu sein. Man fürchtet wohl die Entsendung starker Verbände nach Afrika, die die dortige alliierte Offensive zerschlagen könnten. In den kommenden Tagen werden sich wohl schwere Gefechte zu Lande, zur See und in der Luft abspielen. Der scheinbar so friedliche Winter entwickelt sich zu einem harten Nervenkrieg in den Weiten Tunesiens.

14. Februar 1940:
Die letzten zwei Wochen war ein Wechselbad der Gefühle. Mit dem Abzeichnen des Kessels von Tunis sowie der Einschließung der ital. Tunesien-Armee begab ich mich sofort nach Neapel. Auf den dortigen Fliegerhorsten machte sich das 90. Korps des Generals Student zu einem Einsatz in der Festung Tunis bereit. In endlosen Reihen standen unsere treuen Tante Jus aufgereiht und wartet auf die Verladung. In den frühen Morgenstunden des 1. Februars starten die dt. Transportgeschwader und flogen drei dt. Fallschirmjäger-Div. samt ihrer schweren Artillerie und Panzerabwehrkanonen nach Tunis ein. Im Tiefflug zogen wir über das Mittelmeer. Wenige Meter unter uns die blau-graue unruhige See. Unseren Verband begleiteten lediglich zwei deutsche Me 110 Zerstörer. Aus dem Fenster sah ich rings um uns herum die anderen Transportmaschinen. Unsere italienischen Verbündeten haben zum Schutz unserer Transporter eine Luftfront über Tunesien aufgebaut und binden dort die feindlichen Flieger. So gelang es uns innerhalb weniger Stunden verlustfrei nach Tunis zu kommen. Auf dem Rollfeld von Tunis setzten die Maschinen dann zur Landung an. Der Pilot gab uns Instruktionen; Er würde mit der Maschinen nicht anhalten. Wir mussten aus der rollenden Maschine aufs Rollfeld springen und uns am Fliegerhorstausgang sammeln. Er müsse sofort zurück, um die nächste Gruppe Fallschirmjäger aus Italien zu holen.
So gelang es der dt. Transportflotte in wenigen Stunden die Festung Tunis entscheidend zu verstärken. Die italienischen Truppen, die bereits in den Vorstadtgebieten Stellung bezogen hatten, waren überglücklich als sie die deutsche Verstärkung erblickten. In der Nacht gelang es dann 3 deutsche Siebel-Fähren sich in den Hafen von Tunis zu schleichen. Sie brauchte uns doch tatsächliche 2 Batterien 8,8cm Flak-Geschütze mit! Eine große Bereicherung unserer Verteidigung!

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In den darauf folgenden Tagen kam es täglich zu heftigsten Luftschlachten überall über der Front. Vorsorglich hatte ich das Oberkommando darum ersucht drei deutsche Luftflotten auf die in Reichweite liegenden Horste zu entsenden. Zu unserer Erleichterung gelang es unsere Jagdflieger trotz des ungewöhnlich schlechten Wetters die englischen Jäger und franz. Bomber effektiv zu bekämpfen. Die Ausmaße dieser andauernden Luftschlacht kann ich als unbeschreiblich bezeichnen. Bisher war mir solch eine Konzentration und Intensität im Luftkrieg als kaum denkbar erschienen! Stunde um Stunde beharkten sich italienische, deutsche, englische und französische Maschinen. Die Luftflotten der Marschälle Speerle und Kesselring sowie des Reichsfeldmarschalls Göring unter dem Jagdfliegerschutz des Marschalls Udet, Lörzer und von Greim flogen nun fast seit 3 Wochen pausenlose Einsätze gegen die Briten. Die Regia Aeronatica war mit ihren Marschällen Pricolo und Badoglio in die schweren Kämpfe involviert. Die immer wieder auf Tunis vorschnellenden alliierten Verbände wurden trotz englischer Luftdeckung mit einem wahren Terror belegt. Angriffe gegen die Festung selber gingen im Bombenhagel unserer Heinkel 111 und Junkers 88 eiskalt unter. Selbst unsere Fallschirmjäger waren tief erschrocken von der ungekannten Raserei der fliegenden Kameraden.

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Die Verluste mehren sich. Von jedem Einsatz kommen einige wenige Maschinen weniger zurück. Aber auch der Tommy und vor allem Francoise muss Federn lassen! Im Laufe des Februars gelingt es uns die englischen Fliegerverbände unter Kontrolle zu kriegen. Unter schrecklichen Verlusten versuchen die Hurricane-Jäger immer und immer wieder in unsere geschlossenen Bomber-Pulks einzubrechen. Wie Wahnsinnige stürzen unsere Me 109, Me 110 und die italienischen Macchi 200 gegen die Engländer. Bald erreichen wir den Höhenpunkt! In einer einzigen Schlacht gelingt es den Jägern Italiens die französische Bomberflotte zu zerlegen und auch unser Marschall Udet kommt mit der Nachricht von dem Abschuss einiger hundert englischer Jäger in unserer HQ in Tunis herein gestürzt. Immer noch klingen seine Worte in meinem Ohr; „Sehen Sie meine Herren! Der Beweis! Wir vernichten deutlich mehr englische Jäger als sie deutsche!“ Dabei wedelt er mit seinem Bericht in der Hand herum. Wir sind zufrieden, ist doch die Luftherrschaft so elementar an dieser Front!

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Die erste Woche des Februars wird neben den schweren Luftgefechten dazu genutzt neue frische Truppen nach Afrika zu entsenden. Der italienischen Regia Marina gelingt es 11!! Divisionen durch die französische Seeblockade zu schiffen. In nächtlicher Schleichfahrt gelangen die so wichtigen Verstärkungen in den Hafen von Tripolis an Land. Die dt.-ital.
Verbände werden damit zur Heeresgruppe Afrika umgegliedert. In Gewaltmärschen erreichen unsere Truppen die Front.

Es ist der 14. Februar. Aufgeregt ruft mich der Vorposten Süd in meinem HQ in Tunis-Zentrum an. Man habe Kontakt mit dt.-ital. Truppen an der Küstenstraße! Dt. Panzerspähwagen sind mit Nachschub und Munition in die Festung Tunis gelangt. Nach fast 2 Wochen im Kessel haben die Achsentruppen die britischen Verbände bei Sfax geschlagen. Ich erfahre von dem heldenhaften Einsatz unserer Gebirgsjäger sowie der italienischen Kameraden. Immer wieder habe eine englische Panzer-Division versucht den bei Sfax ringenden Truppen in den Rücken zu stoßen. Ich erfahre auch von dem Einsatz eines jungen italienischen Kanoniers, der mit seiner 4,7cm PAK doch tatsächlich 5 britische Kreuzer-Panzer abgeschossen hat! Dem Jungen gehört das EK II. Klasse dafür verliehen! Hat er doch mit seiner PAK verhindert, dass ein britischer Panzerverband auf das HQ der 100. Jäger-Division durchbricht. Mit dem nun problemlos über die Küstenstraße rollenden Nachschub gehe ich gleich ans planen. Der Feind hat eine wichtige Schlacht verloren. Ihm ist es nicht gelungen die ital. Tunesien-Armee zu vernichten. Die Moral der Alliierten hat erneut einen Dämpfer erhalten. Erneut gelingt es unserer Horch-Kompanie einen kanadischen Funkspruch abzuhören. Schon fast verzweifelt ironisch unterhalten sich dort die kanadischen Beobachter über die „Deutschen auf Urlaub in Tunesien“ [Zitat Studti].

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18. Februar 1940:
Vom Angriff in die Verfolgung übergehen! Das ist das Rezept des modernen Krieges. Die Engländer dürfen nach ihrer Abfuhr in Sfax nicht mehr zur Ruhe kommen. Jetzt heißt es Schneid beweisen und das Heft der Initiative wieder in Achsenhand bekommen. Am 18. Februar beordere ich das deutsch-italienische Sicherungskorps Afrika in Richtung auf Kasserine. Die strategisch entscheidende Wegespinne solle in unsere Hand kommen. Die Luftaufklären meldet drei abgekämpfte englische Divisionen in Kasserine. Beherzt gehen die deutschen und italienischen Soldaten unter gezieltem Ari-Beschuss gegen die Tommies vor. Erkannte Feindnester werden umgehend von der Luftwaffe mit Bomben belegt. Der Angriff kommt gut voran!

19. Februar 1940:
Tommy wehr sich doch! Die im Raum Gafsa aufgeklärten 4 motorisierten Divisionen sowie die ägyptische und 1. britische Panzer-Division versuchen unseren auf Kasserine vorgehenden Divisionen in die offene südliche Flanke zu fallen. Sofort werden starke Abwehreinheiten in Richtung britische Panzerspitzen beordert. Es kommt zu heftigen Duellen zwischen englischen Kreuzer-Panzern und unserer 8,8cm Geschützen! Die „Eighty-Eighty“ ist unsere Versicherung.
Trotzdem können die britischen Truppen – vor allem dank ihrer mobilen Artillerie – weiter vorstoßen. Die Schlacht steht auf Messers Schneide!
Bleistiftnotiz: Tommy versucht nahe Tobruk an Land zu gehen. Doch so schnell und plötzlich er da war, so schnell und plötzlich hat er auch wieder Fersengeld gegeben...Außer der Vernichtung eines kleinen Nachschublagers ist ihm bei seinem Abenteuer nichts weiteres gelungen.

21. Februar 1940:
Sieg! Dank des schnellen Marsches eines weiteren dt. Korps sowie der italienischen Tunesien-Armee nach Sfax konnte der britische Tank-Angriff abgewiesen werden. Unsere auf Kasserine operierenden Verbände gehen sofort zum Angriff über und können durch die Ausfälle der Fallschirmjäger aus der Festung Tunis sich gegen Mittag in den Ort Kasserine festsetzten! Der Tommy türmt! Jetzt heißt es dann aus dem Angriff in die Verfolgung übergehen. Überall brausen deutsche und italienische Soldaten auf erbeutetem und eigenem Material weiter. Der Tommy darf bloß nicht zur Ruhe! Die nächsten Tage werden zeigen, ob unsere Truppen nach dem harten Monat nun mit der Palme des Sieges belohnt werden und die Tommies endlich Tunesien sowie Nord-West-Afrika räumen werden. Jetzt begebe ich mich erst einmal zu meinem Schützenpanzer; Wir müssen klotzen und nicht kleckern!
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Re: TRP-DH-MP-#1 AAR

Beitragvon Kane » Samstag 12. März 2011, 23:19

Das britische Oberkommando gibt bekannt:

Im Laufe des Dezembers 1939 wurde vom Oberkommando des britischen Commonwealth festgestellt, daß die deutsche Wehrmacht nicht bereit ist, im Winter zu kämpfen. Aus diesem Grunde konnten nennenswerte Kräfte, die in Frankreich in Bereitschaft standen, anderweitiger Verwendung zugeführt werden. Eine einzelne italienische Division, die nicht verteidigte Gebiete in Tunesien widerstandlos besetzen wollte, bot Anlass genug, eine Operation zur Sicherung der französischen Territorien in Nordafrika einzuleiten.

Im Zuge dieser Operation kam es über Nordafrika und in den Gewässern davor wiederholt zu erbitterten Gefechten mit Einheiten der Achse, die aufgrund unserer Operation ebenfalls massiv verstärkt wurden. So entspannen sich alleine zwischen den Luftstreikräften wochenlange erbitterte Gefecht um die Luftherrschaft, die zu schweren Verlusten auf beiden Seiten führten. Alleine immer wieder auftretende Regenfronten verhinderten mehrfach die Vernichtung der Achsenbomber, die sich im Verlaufe der Angriffe auf britische Bodeneinheiten wiederholt wenig effektiv zeigten.

Die Gefechte am Boden sind nicht weniger erbittert und das Schlachtenglück schlägt mal zu der einen, mal zur anderen Seite aus. Der wahre Kräftevergleich zeigt sich dabei insofern, daß die italienischen Truppen den unseren nicht gewachsen waren und sich erste Achsenerfolge erst nach Zuführung von 6 Gebirgs- und drei Fallschirmjägerdivisionen einstellten. Inwieweit die Bindung dieser spezialisierten deutschen Truppen Auswirkungen auf andere Schauplätze haben wird, ist zur Zeit noch nicht abzusehen.

Zur See schlägt sich die französische Flotte beachtlich und hat es der britischen bislang ermöglicht, sich aus den Kämpfen gegen die Regia Marina herauszuhalten.
Kane
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